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3-Channel Videonstallation for Screens & Cinema Version | 15,0" | 2006 In a comic tragedy framework, "Delay.Aventures", with references to Anderson's fairy tale, "The Red Shoes", describes the desperate attempt to compensate the underdog and render tangible the vanishing identities. The strange caricature emerges of a personality whose intensive self-denial turns into excessive self-dramatization that in no case allows the character to be apprehended, but that, to the contrary, leads to the loss of him. The character runs aground. "Delay.Aventures" is somewhat of an illustration, pushed to the extreme and strained towards self-ridicule, conflicts, fits, and peculiarities which the actors find themselves confronted with every day, above all because of their personal reflections on creation, in view of an environment saturated with media. "Delay.Aventures" beschreibt mit Bezügen zu Andersen’s Märchen “Die roten Schuhe” den verzweifelten Versuch, Substanzverlust zu kompensieren und das Verschwinden einer Identität greifbar zu machen. Es entsteht das bizarre Zerrbild einer Persönlichkeit, deren exzessive Selbstdarstellung die Identität der Figur keineswegs zu profilieren vermag, sondern zu ihrem gänzlichen Verlust führt. Bipolar Disorder. Delay.Aventures ist gleichsam eine überspitze Veranschaulichung alltäglicher Konflikte, Krisen und Besonderheiten, mit denen sich insbesondere Künstler in ihrer persönlichen kreativen Auseinandersetzung angesichts einer medial überfüllten Umgebung konfrontiert sehen. Francis Farmer oder Janis Joplin beispielsweise haben eine moderne Version des Märchens ausargiert; ein Psychogramm, das für die Verschränkung Realer und Imaginärer Räume in den Verwerfungen des Erotischen sensibilisiert. Sponsored by Hessische Filmförderung Kamera: Arne Witt, Sven Heine Franziska Cordes hat im März 2006 in der Salzmann Fabrik Kassel ihre Abschlussartbeit gezeigt – Delay.Aventures, eine 3-Channel-Videoinstallation. Die Arbeit wurde von Bjørn Melhus und Joel Baumann betreut, die ihr beide ohne Einschränkungen das höchste Prädikat gegeben haben. Auch wenn es eine etablierte Möglichkeit von Video-Installation ist, ohne Sprache auszukommen, so liegt hier doch etwas sehr verblüffendes vor. Franziska Cordes gelingt die Zauberei, einzig aus dem Assoziationsgefüge sehr präzise gestalteter und miteinander verknüpfter Bilder und Töne eine poetische dichte Erfahrung zu konstallieren, die dem Betrachter/Hörer keine simple These aufdrückt, sondern ihn dafür sensibilisiert, wie sich Reales und Imaginäres in den Verwerfungen des Erotischen verschränken. Kurzum: ich halte diese Arbeit für eine erstaunlich reife Leistung, frei von einer klischeemäßigen Zurichtung von Sichtweisen, die vielmehr dort, wo Realklischees des Verhaltens thematisiert sind, ohne Überheblichkeit zu offenen Fragen transformiert werden. Prof. Dr. U. Panhans-Bühler |
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