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scoll down for german version!
Videoloop | dv | sound | 10,0" | 2004
Using one of the most well-known tales by the Grimm Brothers "Hänsel und Gretel". Franziska Cordes' video de-assembles medial escapes of a cynical reality. The viewer is struck by stupefaction and speechlessness. In every possible dimension it gets to the heart of the current experiences of a young generation: A space-time loop, that is not going anywhere, that dissolves day & night, disclosing that the significant body of communication is to no avail but, however, shifts into a new unimportance of material, allowing the figures to shine between fiction and masks. It mixes together the fragments of communication of diverse code systems in paradox manner. A really good grotesque tale! Video and audio track undermine each other to a struggling absurd tissue of a harsh night room in nowhere. To my eyes and ears this project sweeps over a whole lot of naturalistic appeasing Neo Romanticism, currently in vogue, with such precise observation for the main topic, yet not necessarily intending to do so. It makes one feel as if a fake mirror shatters to the fragments of the present social puzzle – No exit.
She is punk when she shatters social constellations and connotations and establishes a poetic world on this pile of rubble. She is surreal when she lets herself drift, following spontaneous inspirations.
Franziska Cordes demontiert anhand eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm mediale Ausflüchte einer zynischen Realität. Der Zuschauer wird mit Verblüffung und Sprachlosigkeit geschlagen. In sämtlichen Dimensionen bringt es die aktuellen Erfahrungen einer jungen Generation auf den Punkt: ein Raum-Zeit Lob, der auf der Stelle tritt, der Tag & Nacht auflöst, der die Signifikanten der Verständigung leerlaufen lässt in einer neuen Materialbedeutungslosigkeit. Die Figuren selbst schillern zwischen Fiktionen und Masken, Verständigungssplitter unterschiedlichster Codes werden paradox zu einer nervenden Märchengroteske zusammengemixt, die sich gewaschen hat. Bild- und Tonspuren zersetzen sich wechselseitig zu einem quälend absurden Gewebe eines grellen Nachtraums im Nirgendwo und fegen erbarmungslos, ohne dass dies explizit beabsichtigt wäre, über einen ganzen Haufen naturalistisch versöhnlicher Neoromantik, wie sie zur Zeit im Schwange ist, hinweg. Dieses Projekt zeigt so genau, was Sache ist, dass man sich fühlt, als zersplittere ein falscher Spiegel zu den aufsässigen Bruchstücken des aktuellen gesellschaftlichen Puzzles – No exit.
Sie ist Punk, wenn sie gesellschaftliche Konstellationen und Konnotationen zerschlägt und auf diesem Trümmerfeld eine poetische Welt errichtet. Sie ist surreal, wenn sie sich prozessual treiben lässt und spontanen Eingebungen folgt.
Ursula Panhans-Bühler
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